Mathias Werner

baut ins Haus ein wärmendes Herz

Mathias Werner

Darüber sprechen wir:

Mathias bezeichnet seine Öfen als das wärmende Herz des Hauses. Ob Ofenlandschaft im ehemaligen Kuhstall oder im zum Seminarraum ausgebauten Dachboden, ob als Koch- und Backofen oder als Treppe oder ob als Heizung mit Ofenbank im Wohnzimmer, die Liebe, die in seine Entwürfe und die handwerkliche Umsetzung einfließt, ist zu spüren. Wieviel wissen wir über den Unterschied zwischen kohle- und holzbeheizten Kachelöfen, im Baumarkt erworbenen Kaminöfen und Speicheröfen? Kennen wir den Unterschied zwischen Kohle- und Holzöfen? Wissen wir, wie hocheffektiv richtiges Heizen mit Holz ist und wie es geht? Mathias erklärt uns alles, damit wir weitestgehend rückstandsfrei und mit geringsten Reststäuben für unseren auf Strahlungswärme geeichten Körper ein angenehmes Raumklima schaffen können. Fazit: Statt die letzten europäischen Urwälder für Pellets roden zu lassen und doch abhängig von industrieller Fertigung und einer wenig nachvollziehbaren Herkunft und Lieferkette zu sein, gilt es das ohnehin derzeit sterbende Holz aus regionalen heimischen Wäldern zu nutzen, die Wälder in Mischkulturen oder Agroforstsystemen aufzuforsten, damit die Natur sich regenerieren kann.

BIOGRAFIE

Mathias Werner

Mathias Werner
Jahrgang 1970, studierte Architektur.
Es folgten Ausbildungen in Handwerk, Baubiologie und Radiästhesie.
2019 schloss er seine Ausbildung zum Heilpraktiker ab. Er lebt als freier Künstler und Lebensraumgestalter auf einem Hof im Erzgebirge.

www.lebensraum-gestaltung.de

Nach dem Interview beantwortete Mathias mir noch die Frage nach dem Brennholz, dem Wirkungsgrad und den Kosten seiner Öfen.
Er schrieb: „Laut meinem Berechnungsprogramm liegen meine Öfen zwischen 87 und 92% Wirkungsgrad. Als Brennholz kommt Recht viel in Frage, Buche und Birke sind Klassiker, Nadelholz ist für meine Begriffe super Feuerholz. Pro Kilo hat Fichte den höchsten Brennwert, pro Volumen Eiche und Robinie. Letzteres hat als Brenn und Bauholz großes Potential, wird aber gerne als böser Neophyt verurteilt. Wächst schnell und entwickelt hartes und witterungsresistentes Holz. Bei Hartholz sollte 1/3 Weichholz eingemischt werden, sonst brennt das zu schlecht an. Kosten für einen Ofen 15-17000€, bei einer Gesamthausheizung mit Zugsystem im Ober- oder Dachgeschoss rund 25000€. Sowas halt dann 2-3 Generationen lang!
Was ich in der Schweiz gesehen habe, trotz Waldreichtum heizt man an vielen Orten seit Generationen mit Studen, das sind Heckenschnittbündel. Beim jährlichen Verschnitt der Flurhecken gebündelt und aufgestapelt. Das wäre auch hier in der elenden flurbereinigten Landwirtschaft ein Anreiz für Heckenstreifen, da hätten schon nach 10 Jahren Mensch und Tier und Landschaft richtig was davon.“

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