Ing. Dr. Erwin Thoma

Häuser ohne Stahl, Beton, ohne Heizung

Ing. Dr. Erwin Thoma

Darüber sprechen wir:

Erwin Thoma räumte in seinem (Berufs-)Leben nicht nur mit Vorurteilen gegenüber dem Bauen mit Holz, mit der Natur auf, sondern er lebt das, was dazugehört: das Bewusstsein, dass wir Menschen untrennbar mit der Natur verbunden sind, Teil von ihr sind. Alles, was wir brauchen, bietet die Natur uns, wenn wir es nur sehen wollen. Allerdings vergeht ihre Fülle, wenn wir sie nur nehmen, ohne dafür zu sorgen, dass sie sich regenerieren kann. Erwin Thoma denkt generalistisch und allverbunden. Er weiß, dass ein Haus nur so gesund sein kann, wie der Wald und dass die beste Heizung eine ist, die man nicht braucht. Wie geht das: Häuser ohne Heizung, temperaturstabil, mehrgeschossig, aus massivem Holz? Wieso meiden Holzschädlinge Mondholz? Schau Dir das Interview an und lies seine Bücher!

BIOGRAFIE

Ing. Dr. Erwin Thoma

Ing. Dr. Erwin Thoma
- 1962 geb., aufgewachsen in Bruck am Großglockner.
Seine Liebe zur Natur ließ ihn früh den Beschluss fassen, Förster zu werden. Wichtig für ihn waren Begegnungen mit Geigenbauern, Holzknechten und Zimmerleuten, die ihm altes Holzwissen vermittelten. Sein Traum: Häuser zu hundert Prozent aus Holz zu bauen. Das verwirklicht er weltweit mit seiner eigenen Holzfirma.
Sein Buch "Die geheime Sprache der Bäume" wurde zu einem Bestseller.
Dieses Wissen setzt er auch in seiner Holzbaufirma ein, um Häuser aus 100 Prozent Holz zu errichten – mit seinem Bausystem Holz100, einer internationalen Patentanmeldung. Erwin Thoma nimmt uns mit in eine Welt, die vielen von uns fremd geworden ist: das Leben mit dem Wald, die Faszination der Bäume und das gute Leben mit Holz. Er beschreibt Bäume wie Weggefährten – es sind gelebte Erfahrungen.
Erwin Thoma ist Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Frau Karin in Goldegg.

https://www.thoma.at/
https://www.thoma.at/ing-dr-erwin-thoma/

Er betreibt heute das europaweit mit Abstand größte Mondholzsägewerk. Seine Bäume werden ausschließlich in der Zeit der Saftruhe bei abnehmendem Mond geerntet. An der ETH Zürich wurden hierzu unter Professor Zürcher mehrjährige Versuche mit Mondholz durchgeführt. Es konnten die materialtechnischen Vorteile wie z.B. die wesentlich längere Haltbarkeit und höherer Schutz gegen Pilze und Insekten durch Mondholz nachgewiesen werden. Dazu weisen Grazer Wissenschaftler aus der Medizin rund um Prof. Maximilian Moser in einem Forschungsprojekt nach, dass hölzerne Räume das Herzstärken, die Herzvariabilität verbessern, den Pulsschlag im Schlaf beruhigend senken, das Immunsystem stärken und letztlich das Leben nicht nur verlängern, sondern bis ins hohe Alter gesund halten. Erwin Thoma konnte aufzeigen, dass in Bäumen mehr steckt, als wir denken und die Diskussion um die umstrittene Wirkung von Mondholz für sich gewinnen.
„Bäume und das jahrtausendealte Wissen von Mutter Natur können auf so viele Fragen unserer Zeit eine Antwort geben“, so Thoma. Bäume sind einfach da, sie begleiten uns und leben mit uns: im Park, im Garten, im Wald und am Wegesrand. Die Geheimnisse dieser Bäume und Wälder aufzuspüren und für uns Menschen zu nutzen – das ist das Ziel von Erwin Thoma. So beschreibt er Bäume wie Lebensgefährten, denn es sind seine gelebten Erfahrungen mit Bäumen. Damit diese Erfahrungen nicht nur als seine Intuition oder gar als Esoterik „abgestempelt“ werden, gründete er sein eigenes Forschungsinstitut, um auch wissenschaftliche Belege seines Wissens liefern zu können. So stand beispielsweise die Baukunst der roten Waldameise im Mittelpunkt eines gemeinsamen Forschungsprojektes mit dem Institut für Thermodynamik in Graz. Dabei konnten zentrale Ergebnisse gesammelt werden, die den Hausbau dämmstoff- und technikfrei sowie energieautark machen und beim Bau des Filmarchiv Austria (Hauptsitz in Wien, das Archiv ist in Laxenburg) 2007 sogleich berücksichtigt wurden. „Die Natur steckt voller Überraschungen und ist der beste Lehrmeister zugleich. Lassen wir die Bäume wieder Teil unseres Lebens sein, um von ihren Kräften zu profitieren“, bekräftigt Thoma
„Cradle to Cradle“ - Gold - Zertifizierung für sein Baumaterial.
Erwin Thoma nimmt uns mit auf eine faszinierende Entwicklungsreise. Er überträgt mit seinem Team das, was für alte Baumeister früherer Zeiten Normalität war auf sein Thomahaus100: https://www.thoma.at/thoma_events/ideen-fallen-nicht-von-baeumen/

Weiterführende Informationen:
https://holz100erleben.ch/kreislauf/
https://www.thoma.at/wissen/oekologisches-bauen/
https://www.thoma.at/die-zirbe/
Holz100-Haus
https://www.thoma.at/referenzen/unsere-holzbauten/
https://www.thoma.at/wissen/buecher/
Interessanter Vortrag Erwin Thomas bei der URANIA in Berlin ein:
https://www.youtube.com/watch?v=txhY_GoUhvA

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1 Kommentar

  • DANKE Herrn Erwin Thoma!
    30 Jahre darf ich jetzt schon seinen Vorträgen lauschen. Vielen Menschen hat er Zuversicht und Mut gegeben und im Bereich massiven Holzbau einen Wandel eingeleitet.
    Gerade der „gesunde Innenraum“ kommt ohne Holz und Lehm nicht aus.

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